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15.06.2018
16x50m Staffeln Schulsportveranstaltung

25.08.2018
Kreis-Mehrkampfmeisterschaften U14-U12 und Linden Cup U10

Neues aus dem Leichtathletik-Kreis-Gießen:

+++ Gemeinsamen Kreismeisterschaften (Wetzlar und Giessen) auf den 11. August verlegen.      +++ Kreiseinzelmeisterschaften für Jugend U14, und Kinder U12 am S amstag , den 19.05.2018 im Stadion Alten - Buseck am Riegelweg      

Würdigung / Geburtstag von Erich Grau am 26.09.2013 21:38 Uhr
+++Michael Rückel, runder Geburtstag für ein leichtathletisches Urgestein

Am 24. September feierte Michael Rückel seinen 50. Geburtstag.

Der Sport im Leben des Biebertaler Leichtathleten entspricht einem Leistungsniveau der Superlative.

Von Kindesbeinen an mit der Leichtathletik verbunden, Vater Horst betrieb Leichtathletik als Leistungssport, die Mutter war talentierte Handballerin, war seine Zielsetzung auf Spitzenergebnisse ausgerichtet. Durch seine Vielseitigkeit mischte er bereits im Schülerbereich die Bestenlisten auf. Noch heute steht sein Ballwurf von 82 Metern, als vierzehnjähriger Schüler mit dem 200 g Ball, in der Kreis Bestenliste. Seine Stärke war die Vielseitigkeit und damit der Mehrkampf. Als Jugendlicher hatte er sich den Gießener Vereinen VFB und MTV angeschlossen, die später auch die LG Gießen bildeten. Die Aktiven Zeit verbrachte er mit weiteren, leistungsstarken Athleten bei der TSG Oberursel, LG Frankfurt und der Eintracht Frankfurt, wo die Bildung einer Mannschaft, mit weiteren Leistungsträgern möglich war. Ein erfolgreicher Einstig in den Seniorenbereich gelang ihm mit der deutschen Meisterschaft im Speerwerfen, jetzt für die TSG Wieseck startend. Seit 1995 startet er für seinen Heimatverein, der KSG Bieber, für die er fast jährlich deutsche Meisterschaften im Wurfbereich, als persönliche Erfolge und Vereinserfolge feierte. Überhaupf begann nach dem Eintritt in den Seniorenbereich die erfolgreichste Zeit was die Titelsammlung anbetrifft. Als Jugendlicher wurde er drei Mal deutscher und acht Mal hessischer Meister. In der Männer Klasse reichte es 18 Mal zum Titel in Hessen und einmal zu einer süddeutschen Meisterschaft im Fünfkampf, die er mit einer hessischen Rekordleistung bestritt. In der M 30 bis M 50 wurde er 24 Mal deutscher- und 25 Mal Hessenmeister. Bei Weltmeisterschaften stand er 2004 in der M 40 und 2013 in der M 50, im Speerwerfen ganz oben auf dem Treppchen. 2006 und 2012 belegte er jeweils einen Silberrang. Diese Leistungen erreichte er als Autodidakt, mit zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche. Für einen Mehrkämpfer sind seine Bestleistungen, in den einzelnen Disziplinen des Zehnkampfes, selbst für einen Spezialisten "erste Sahne". Wären alle Bestleistungen in einem Wettbewerb zustande gekommen, hätte dies 8521 Punkte ergeben. So blieb es aber bei einer Zehnkampf Bestleistung von 7760 Punkten, die er bei einer Olympiaausscheidung 1988 in Rhede erreichte. Eine Berufung in die Nationalmannschaft bekam er im Junioren-Länderkampf im Zehnkampf, UdSSR gegen Bundesrepublik Deutschland (BRD) in Kiew. Aktuell stellte er mit 62,48 Meter eine neue Rekordmarke für Fünfzehnjährige im Speerwerfen auf. Internationale Einsätze mit Siegen hatte er bei einem Grand Prix II in Bozen im Duskuswerfen und in Spanien wurde er "Internationaler Katalanischer Meister".

Sein großes Ziel war immer eine Olympiateilnahme, möglichst im Zehnkampf. Voraussetzung war immer möglichst frei von Verletzungen zu bleiben. Sein Traum wurde aber öfters durch Verletzungen und Wettkampfpech durchkreutzt. So lag er bei den deutschen Juniorenmeisterschaften 1985 im Zehnkampf auf Titelkurs, bevor ein Unwetter die Wettkämpfe beendete. Stürzte in der Aufwärmphase mit Verletzungsfolgen, Bruch des Stabes beim Stabhochsprung und schließlich 1989 der Riss der Achillessehne beim Speerwerfen, sind Stationen seiner Pechsträhne. Damit nahm eine hoffnungsvolle Kariere ihr Ende. Jegliche Versuche an die alten Leistungen wieder heranzukommen schlugen fehlt.

Jeder kennt Michael Rückel als vielseitigen Leichtathleten. Das er aber in anderen Sportarten weitere Meriten errang, ist vielen nicht so geläufig. Bezirksmeister im Tennis als Schüler, Bremser im Bobsport (mit gefährlichen Stürzen) und nicht zuletzt als wurfgewaltiger Handballer bei der KSG Bieber. Gerne erinnert er sich an ein Handballspiel seines Vereins, der KSG Bieber, gegen die Koreanische Nationalmannschaft, in dem er mit einer Superleistung glänzte. Als Tennisspieler wurde bei ihm einst ein sensationeller Aufschlag von 215 Stundenkilometern gemessen.

Auch als Veranstalter gelang Michael Rückel der "Griff zu den Sternen". Bei drei Internationalen Meetings in den Neunziger Jahren, holte er Athleten der deutschen Spitzenklasse, wo auch Läufer aus Ghana am Start waren, nach Biebertal. Ein nationales Highlight war ein Olympia-Testwettkampf als Quallifikation der Deutschen Weitspringer für die Olympiade 1996 in Atlanta, in dem zwölf der besten, deutschen Weitspringer am Start waren.

Die Ära Rückel setzt sich fort, denn mit Sohn Lukas und der Tocher Luisa trafen bereits ähnliche Erfolge und Plazierungen in den Bestenlisten ein. Auch die Nachkömmlinge, die Söhne Noah (8Jahre) und Jakob (5 Jahre) haben bereits Wettkampfluft geschnuppert.

HLV Silber für Michael Rückel

Den 50. Geburtstag von Michael Rückel nutzte Rudolf Ehmig, vom Kreis Leichtathletikverband, für eine Ehrung.

Für seine Tätigkeit als Leichtathletik Abteilungsleiter und Übungsleiter der KSG Bieber, seine Durchführung von Werfertagen und Leichtathletik Veranstaltungen, mit internationaler Besetzung, wurde ihm die Ehrennadel des HLV in Silber verliehen. Die Urkunde wurde ihm in "dankbarer Anerkennung langjähriger und verdienstvoller Mitarbeit in der hessischen Leichtathletik", so die Begründung, übergeben. Damit fand sein Engagement im Verein, über seien persönlichen Erfolge hinaus, eine Anerkennung vom HLV.

-Bild: R.E. v.l.n.r Rückel, Ehmig-

Wir, der Vorstand des HLV Kreis 12 Gießen, wünschen Michael Rückel alles erdenklich Gute


Wettkampfsport / Verbändewettkampf U16 in Bad Homburg von Erich Grau am 21.09.2013 18:32 Uhr
+++Hessische Verbandsmannschaft im Verbändewettkampf der M+WU16, ganz vorn. 2013 konnte die Mannschaft Hessens, mit den besten Hessischen Leichtathleten/Innen des HLV, den Gesamtsieg gegen die Verbandsmannschaften aus Bayern und Baden-Württemberg, erringen.


1. Platz Landesmannschaft Hessen           M+W u 16          187 Punkte

2. Platz Landesmannschaft Württemberg M+W U16           179,5 Punkte

3. Platz Landesmannschaft Bayern           M+W U16           177,5 Punkte

Super Leichtathletik Wetter, ein wunderbares Leichtathletik Stadion Bad Homburg, Mannschaftliche Geschlossenheit, ein mitreißender Teamspirit und alle, auf einem sehr hohen Niveau besetzten Disziplinen, sicherten dem HLV Team in der Gesamtwertung, vor den Landesverbänden Württemberg und Bayern, den ersten Platz. Leider nur vor einem "handverlesenen" Publikum. Markus Czech, in seiner Eigenschaft als Sportwart des HLV anwesend, musste kurzer Hand, mangels Masse, in die Rolle eines "Verbandstrainers" schlüpfen und rotierte wie ein Brummkreisel von Athlet zu Athleth, von Disziplin zu Disziplin. Gab Anweisungen, Tipps, Hinweise. Motivierte und spornte an, verbesserte, klopfte Schultern und drückte väterlich.

Auch unsere, für die Ländermannschaft Hessen, nominierten Kreisathleten, partizipierten von den Multitaskingfähigkeiten eines Markus Czech und konnten einen wesentlichen Anteil an diesem, wie sagte Benjamin Heller, Organisator und Betreuer vom HLV, "historischen Sieg", beisteuern. Alle waren sich auch einig, "es ist schon eine besondere Ehre in die Landesmannschaft Hessen berufen zu werden und für Hessen dann auch starten zu dürfen. Und das Sahnehäubchen ist der Sieg".

Franziska Bock vom LAZ Gießen Stadt und Land, in der 3 x 800 Meter Staffel (7:28,81 Min.), Victor Przybilla, TSG Alten-Buseck auf der 800m Mittelstrecke (2:05,03 Min.), Niklas Harsy, LAZ Gießen Stadt und Land, ebenfalls auf der 800m Mittelstrecke (2:03,24 MIn.) und der 3 x 1000m Staffel (8:18,13 Sek.), Christopher Nagorr, LAZ Gießen Stadt und Land, in seiner Paradedisziplin 80 m Hürden (10,73 Sek.), 300 m (36,16 Sek.) und der 4 x 100 m Staffel (44,18 Sek.) und Julius Grau, LAZ Gießen Stadt und Land, im Weitsprung (6,06m).

"Da habt ihr diesmal ja einen goldenen Jahrgang zusammen bekommen", kommentierte ein Betreuer der Bayerischen Mannschaft das Gesamtergebnis (Wertung M+W U16 zusammen) des Team Hessen. Eine Aussage, im wahrsten Sinne des Wortes.

Leider musste die abendliche Siegerehrung, mit anschließender Verbände übergreifender Party, aus organisatorischen Gründen abgesagt werden und alle Athleten/Innen mussten direkt nach dem Wettkampf und einer improvisierten Siegerehrung im Stadion, am Samstag und nicht wie geplant, nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag, die Heimreise antreten.


Bilder:CJG Hessen Mannschaft, F. Bock, N. Harsy, Hessen Mannschaft, Kreisnominierte Harsy/Nagorr/Bock/Grau/Przybilla, Ehrung 2. von l. Nagorr-








Wir, der Vorstand des HLV Kreis 12 Gießen, gratulieren der gesamten Verbandsmannschaft des HLV zu diesem grandiosen Sieg. Unseren nominierten Athleten/Innen gilt ebenfalls größte Anerkennung für die zum Teamerfolg beigesteuerte Leistung.

Kinderleichtathletik von Erich Grau am 19.09.2013 14:40 Uhr
+++Kinderleichtathletik im Stadion Grünberg. Ausgetragen vom ASC   Licher-Wald und vom TSV Grünberg

(jth) Der Verbandsrat des DLV hat im letzten Jahr ein neues Wettkampfsystem in den Kinder-Altersklassen (U8, U10, U12) beschlossen. Die Reform setzte nun der ASC Licher-Wald, sowie der TSV Grünberg, gemeinsam im Stadion in Grünberg, mit einem ersten Wettkampf dazu um.

Fast 100 Kinder, aus elf verschiedenen Teams, folgten mit ihren Eltern und Trainern der Einladung. "Trotz starkem Regen und ein wenig Organisationschaos, wurde der Wettkampf durchweg positiv angenommen. Dies zeigte die Begeisterung der Kinder und einige Rückmeldungen von Trainern der teilnehmenden Teams" so der Organisator Olaf Ickler, vom ASC Licher Wald.

Mit einem erweiterten und breit gefächerten Disziplinangebot, soll die Begeisterung der Mädchen und Jungen, am sportlichen Vergleich geweckt, erhalten und weiterentwickelt werden. Dabei werden bei den 10- und 11- jährigen (U12) bislang bekannte Angebote um weitere zielführende Wettkampfdisziplinen erweitert. Neben dem klassischen 50 Meter-Lauf, Weit- und Hochsprung, sowie Schlagballwurf, sind jetzt beispielsweise auch Hindernissprints, Biathlonläufe, Stabweitsprung und Drehwürfe, vorgesehen.

Was sind im Kern die besonderen Kennzeichen für den Systemwechsel? Mädchen und Jungen bilden künftig gemeinsam gemischte Teams. Durch den Teamgedanken und die spielerische Hinführung von Kindern zur Leichtathletik, erhoffen sich viele Förderer dieser olympischen Sportart, neue Impulse.

Die neuen Disziplinen haben gezeigt, dass sie vielfältig und bewegungsintensiv sind und den Kindern enorm viel Spaß machen. Der Mannschaftsgedanke rückt dabei klar in den Vordergrund. Zentimeter und Hundertstel sind nicht mehr so wichtig. Erstaunlich ist auch, dass vier Disziplinen in rund 2 Stunden durchgeführt werden konnten. "Da es unsere erste Vorbereitung für einen solchen Wettkampf war, war vieles neu und ungewohnt. Letztendlich wurden aber unter Eltern und Trainern genügend Helfer gefunden und die Vorbereitung konnte auf mehrere Köpfe verteilt werden", so Ickler zur Organisation.

Vom zwölften Lebensjahr an, also der U14, in der Jahrgangsklasse M/W 12, soll dann nahtlos das traditionelle Wetteifern mit dem tausendfach bewährten Regelwerk bestehen bleiben und die erzielten Leistungen in Bestenlisten dokumentiert werden. Für Jüngere sollen durch Verzicht auf frühzeitige Spezialisierung und aufbauend auf einer soliden und variantenreichen Grundausbildung, nachhaltige Leistungsfortschritte und bessere Motivation für eine längere sportliche Karriere erzielt werden.


"Wir sind zufrieden mit dem Teamwettkampf, der ASC würde das Sportfest dann im nächsten Jahr aber gerne in Lich anbieten. Möglich wäre auch ein Hallenwettkampf im Winter", so Ickler abschließend.






-Bilder und Text mit freundlicher Genehmigung J.Theimer-

Der Vorstand des HLV Kreis 12 Gießen, gratuliert allen Teilnehmern zu beeindruckenden Leistungen und sagt den Organisatoren, Helfern und Helferinnen, ein herzliches Dankeschön.

2. HLV-Newsletter 2013 von Sven Hölkeskamp am 18.09.2013 16:52 Uhr
2. HLV-Newsletter 2013
Wettkampfsport / Deutsche Meisterschaften / Block Markt SChwaben Bayern von Erich Grau am 09.09.2013 07:33 Uhr
+++ Christopher Nagorr, Jg. 98, LAZ Gießen Stadt und Land, Deutscher Meister 2013 im Block Sprint Sprung mit überragendem Wettkampf

Bester Blockwettkampf Sprint / Sprung seit 1995!

"Grandios, hervorragend, Spannung pur. Das war das Beste, was wir nach langer, langer Zeit, in der Jugendleichtathletik zu sehen bekommen hatten", waren sich die vielen Zuschauer unisono einig. Und damit waren die Leistungen von dem jungen LAZ Gießen Stadt und Land Athleten, Christopher Nagorr gemeint.

Seit 1995 war kein Schüler seiner Altersklasse je so gut im Blockwettkampf Sprint/Sprung. Nagorr zog bundesweit mit Niels Hamann gleich, der seit dem Jahre 1995 die deutsche Schülerbestleistung im Block Sprint/Sprung hält. Nagorr mit Hessenrekord. Der Schützling von LAZ Gießen Trainer Marcus Czech, knackte auch die vormalige Bestleistung von Adrian Becker, aufgestellt im Jahre 2002.

Auf den Tag topfit, in einer bestechenden Form, so präsentierte sich Christoper Nagorr auf den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften, im Block Sprint/Sprung der U16, in Markt Schwaben/Bayern, am letzten Wochenende. Als Favorit, mit der besten Punktzahl angereist, wurde er dieser Rolle in jeder, der fünf Disziplinen, allumfassend gerecht. Nicht ein "Wackler", nicht eine Unsicherheit, einfach perfekt.

Die 100 m sprintete er in sagenhaften 11,43 Sek. In seiner Paradedisziplin, dem 80 m Hürdenlauf gelang Nagorr ein weiterer Coup mit 10,53 Sek. Der Weitsprung von 6,27 m war im Bereich seines Leistungsvermögens und dann kam der Speerwurf. Ein Wurf der die Entscheidung über Gold oder Silber brachte. Der Speer flog und flog und flog. Ein Raunen ging durch die Zuschauermenge und dann ein Aufschrei des fachkundigen Publikums. Bei 60,32 Metern rammte der von Nagorr geschleuderte Speer in das Grün des Markt Schwaben Leichtathletikstadions. Alles schaute gebannt auf die Anzeigentafel. Es erschien eine 7, es erschien eine 0, das Komma folgte, Stille im großen Rund, war das ein 70 Meter Wurf?????? Gewundert hätte es keinen der Zuschauer. Doch dann Korrektur. Es erschien die 6, die 0 das Komma, die 3 und die 2.

60 Meter und 32 Zentimeter 60,32 m für Nagorr. Selbst wenn es die 70 gewesen wären, es hätte keinen im Stadion überrascht. Wahnsinn, Nagorr warf den Speer auf 60,32 Meter. Damit war eine Vorentscheidung gefallen, vor der abschließenden Disziplin, dem Hochsprung. Ortswechsel. Die Riegen wurden auf einen Nebenplatz geführt. Einspringen und los ging es. Auch hier zeigte Nagorr seine Nervenstärke und seine Präsenz. Er sprang 1,84 Meter, persönliche Bestleistung und durfte noch an Ort und Stelle jubeln, denn damit hatte er die Sensation perfekt gemacht. Nagorr war Deutscher Jugendmeister 2013 im Block Sprint/Sprung der U 16 mit nationaler Bestleistung von 3.274 Punkten, vor Jonathan Petzke, Dresdener SC 1898, der Nagorr lange Paroli bot, mit 3.246 Punkten und dem Dritten im Bunde, Remo Cagliese vom TLV Germania Überruhr, mit 3.107 Punkten.

Julius Grau, Mannschaftskamerad von Nagorr, stieg mit einer Bestleistung im Hürdenlauf in den Wettkampf ein, 11,13 Sek., stellte seine eigene Bestleistung von 12,14 im Sprint ein und warf den Speer im Rahmen seiner Möglichkeiten auf 39,44 Metern und lag bis dato auf einem Platz unter den besten 10, jedoch im Weitsprung und im Hochsprung konnte er seine Saisonbestleistungen nicht wiederholen, Weit leider nur 5,78 Meter und Hoch auch nur 1,72 Meter. Mit einer Gesamtpunktzahl von 2.891Punkten belegte Grau vom LAZ Gießen Stadt und Land, bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften einen beachtlichen 17. Rang unter 40 Teilnehmenden U16, in dem Block Sprint/Sprung. Etwas mehr als 50 Punkte trennten Grau nur von dem Topten Bereich. Sevan Demircian, TSV Großen-Buseck rutsche leider nach einem total verkorksten Hochsprung, 3 ungültige Versuche, auf den 35. Rang ab.

Nicklas Harsy, LAZ Gießen Stadt und Land haderte mit dem Schicksal und dem Glück. Nach einem tollen Wettkampf im Block Lauf, fehlten auch Harsy nur 50 Punkte zu dem ehrungswürdigen 8. Platz. Harsy wurde 9. mit 2.692 Punkten. Gute Sprintzeit von 12,28 Sek., tolle Hü Zeit von unter 12 Sekunden ein bemerkenswerter Ballwurf von 59,00 Metern und ein sehr guter 2000 Meter Lauf, in 6:14,02 Minuten, hatten Harsy noch von dem 8. Platz träumen lassen. Jedoch ein weit unter seinem Leistungsvermögen liegende Weitsprung von 5,17 Metern machte diesen Traum dann zu nichte. Harsy, LAZ Gießen Stadt und Land wurde sehr guter 9. Den Sieg im Block Lauf trug Moritz Voß, MTV Heide, mit 2.891 Punkten nach Hause.

Der Vorstand des HLV Kreis 12 Gießen gratuliert dem Deutschen Meister, den Plazierten und dem Trainerteam






von Erich Grau am 06.09.2013 08:38 Uhr
+++Auf HLV Kreis Gießen News spricht heute der erfolgreiche Kreisnachwuchsathlet Julius Grau, mit HLV Kreis Gießen Pressereferent Clemens Grau.


Interview

Hi Julius, wie ich auch Dir mitgeteilt hatte, werde ich unsere erfolgreichen Kreisathleten/Innen, in einer Sonderkampagne, einem breiten Publikum versuchen näher zu bringen. Du hast Dich freundlicherweise bereit erklärt, mit "Rede und Antwort" zu stehen und Deine Eltern hatten ebenfallst die Erlaubnis erteilt. Dafür auch an Dich vielen Dank.

Du bist jetzt 15 Jahre alt und wohnst in Hachborn, im Ebsdorfergrund, ist das richtig?

Julius: Ja, ich war im Juni 15 geworden. Hachborn liegt zwischen Marburg und Gießen.

Für welchen Verein startest Du?

Julius: Ich starte für das LAZ Gießen Stadt und Land und mein Stammverein ist die TSG Lollar.

Welche Schule besuchst Du?

Julius: Ich gehe auf das Gymnasium "Landschulheim Steinmühle" in Cappel, bei Marburg. Die Steinmühle ist ein privates Gymnasium, mit Internatsbetrieb, mit wunderschönen alten Fachwerkgebäuden, einer eigenen Reitanlage mit Stallungen, einer eigenen Ruder-Regattastrecke auf der Lahn und einem super Mehrzwecksportfeld und einem eigenen Bläserorchester, in dem ich auch bis vor 2 jahren die Posaune gespielt hatte. Zu den Bundesjugendspielen dürfen wir dann das Georg-Gassmann-Stadion nutzen.

Erzähle mir bitte etwas aus Deinem Schulalltag? Machst Du G8 oder G9, Lieblingsfächer, weniger geliebte Fächer, Sport in Deiner Schule, bist Du ein guter Schüler, was strebst Du an, Abi? Was willst Du nach dem Abi machen?

Julius: Ja, ich mache G8 (was öfters auch mal stressig ist). Meine Lieblingsfächer sind Politik und Wirtschaft, Geschichte und natürlich Sport. Mein absolutes "Hassfach" ist Latein, will und werde aber mein Latinum unbedingt schaffen. Zur Zeit habe ich noch absolut keine Ahnung was ich nach dem Abitur, machen möchte. Es gibt so viele interessante Berufsbereiche. Werde im nächsten Schuljahr erst einmal für ein halbes Jahr in die USA, nach New Mexiko gehen und dort auch in einem amerikanischen Leichtathletik Verein mittrainieren und auf Wettkämpfe gehen. Bin schon sehr gespannt, wie dort so das Leistungsniveau, in meiner Altersklasse ist und was ich dort noch lernen kann. Ja denke schon das ich ein guter Schüler bin, bewege mich so im 1-2 er Bereich.Sportlich macht die Steinmühle sehr viel. Traditionell im Reitsport, im Rudern. Sie bietet auch in der Oberstufe einen Sport LK an.

Neben der Schule nimmt ja mittlerweile der Sport in Deinem noch jungen Leben einen großen Raum ein, Du betreibst aktiv die Leichtathleltik und bist weit über die Kreisgrenzen hinaus ein bekannter und guter Athlet. Wie bist du eigentlich zur Leichtathletik gekommen, was fasziniert dich so an der Leichtathletik und wie schaffst Du es, Schule und Sport zu vereinbaren? Erfährst Du auch Hilfe von der Schule, wenn es um Deinen Sport geht?

Julius: Meine ersten Erfahrungen mit der "Leichtathletik" waren das Mutter- und Kindturnen. Später kam dann die TAG (Talentaufbaugruppe). Aus der TAG hat mich dann die Kirchhainer Trainerin in den Verein nach Kirchhain geholt. Dazwischen war natürlich Fußball und noch Reiten. Da ich in Kirchhain, wie meistens, der Jüngste war, musste ich mit einer reinen Mädchengruppe zusammen trainieren. Das war nicht so prickelnd. Später kam ich dann in die reine Jungengruppe zu den Älteren. Mit den Kirchhainern durfte ich auch das erste Mal in der Herrenwaldhalle, in Stadtallendorf starten, zum Vorweihnachtskriterium, welches ja schon Tradition hat, auch weil die Siegprämien in Form von Ferrero-Produkten gegeben werden. Diese wunderschöne Halle und die Atmosphäre in der Halle waren die Initialzündung für mich, Leichtathletik, das ist es. Mich im direkten Vergleich mit Anderen zu messen. Vor ca. 5 Jahren bin ich dann nach Lollar gewechselt, weil sich die Schulstunden bei mir verändert hatten und nicht mehr mit den Trainingszeiten in Kirchhain zu vereinbaren waren.Meine Schule unterstützt mich dahin gehend, dass sie mich an Wettkämpfen von den ProSa (Samstagsunterricht) von der Schule befreit und ich diese Tage auch meist nicht nachholen muss. Und ich werde einmal im Jahr, zusammen mit anderen Steinmühlenschülern, für besondere Leistungen, bei mir in der Leichtathletik, in einem festlichen Rahmen, geehrt. Die Schule und den Sport bekomme ich noch ganz gut unter einen Hut, jedoch müssen wir als Familie schon manchmal Meisterleistungen in puncto Organisation und Zeitmanagement erbringen.

Wie sieht denn so eine Woche im Leben von Julius Grau aus, wie müssen wir uns das vorstellen, Schule, Fmilie, Freunde, Hobbys und dann der Leistungssport, wie geht das alles zusammen? Wer unterstützt, wer hilft Dir?

Julius: Mein Alltag beginnt um 6:30 h, wenn ich aufstehe. Meine Schule beginnt immer um 08:10 Uhr und endet meistens um 17:10 h. Dann fahre ich nach Hause, esse kurz noch etwas und dann steht auch schon der Fahrdiest, Mama oder Papa oder auch manchmal Oma bereit und fahren mich dann sofort zum Training. Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag findet das Training in Lollar statt und Donnerstag ist Krafttraining in Gießen in der LiO Schule. Meine Familie ist mir im Sport eine ganz, ganz große Stütze. Sie organisiert und macht Fahrdiest, sowohl zu den Trainings als auch zu den Wettkämpfen, motiviert mich und tröstet mich auch wenn ich Niederlagen einstecken muss oder mich verletzt habe. Ohne ihr Engagement wäre das alles nicht möglich. Ja und dann sind da noch die ehrenamtlichen Tätigkeiten, z. B. beim HLV Kreisverband in Gießen. Da bin ich dann auch noch an den Abenden zu den Sitzungen und ansonsten bin ich noch als Botschafter der Leichtathletik in den Grundschulen unterwegs und motiviere die Kleinen für den Sport ansich und die Leichtathletik insbesondere und versuche sie dann in einen Verein zu bringen. Ja und dann sind da noch die Schularbeiten und das Lernen für die Klausuren. Kommt nicht selten vor, dass wärend der Wettkämpfe, in den Pausen, dann das Lateinbuch vorgeholt wird oder auf den Anfahrten ins Mathebuch geguckt wird und natürlich auch gelernt wird. An wettkampffreien Wochenenden treffe ich mich mit Freunden und wir gehen ins Kino oder ins Aquamar oder an unseren Badesee, nach Marburg oder einfach nur bei Freunden treffen und Action machen, meine Freunde sind mir sehr wichtig.

Du bist ja ein sehr guter Mehrkämpfer , wie bist du denn zum Mehrkampf gekommen?

Julius: Im LAZ Gießen/TSG Lollar werden wir alle sehr breit ausgebildet, die Spezialisierung kommt erst sehr spät. Ich bin in den Mehrkampf so reingeglitten, automatisch halt. Es fing mit dem 3, dann 4, 5 , Block und dann immer so weiter und dann kam das Stabhochsprungtraining noch dazu und schon war ich im 9 Kampf und hatte keine Lust etwas wegzulassen, weil ich mich in allen Disziplinen zu Hause fühle. Starken "Nachholbedarf" habe ich noch in der Kugel und im Diskus. Ich finde den Mehrkampf einfach nur hammerhart, toll. Im nächsten Jahr gehöre ich zu den U18 und darf endlich einen kompletten 10-Kampf machen, so wie meine großen Vorbilder in dem Bereich.

In welchen Disziplinen fühlst Du Dich am wohlsten und wo siehst Du Deine Zukunft?

Julius: Ich fühle mich im Hochsprung, in der Hürde und im Stabhochsprung am wohlsten, die Staffel laufe ich auch sehr, sehr gern. Staffel ist Adrinalin pur und die Zuschauer gehen auch mega aus sich heraus, das beflügelt. Mein sportliche Zukunft sehe ich im 10-Kampf. Der Zehnkampf ist die Königsdisziplin in der Leichtathletik und fasziniert mich. Zwei Tage Höchstleistungen zu bringen, in 10 unterschiedlichen Disziplinen, das ist einfach toll. Außerdem ist der Zusammenhalt und die Kameradschaft unter den Zehnkämpfern stärker ausgeprägt, als bei den Individualisten, Sprintern und so. Na, ja, und ein Sprinter kommt für 10 Sekunden auf die Bahn und uns können die Zuschauer in 10 Disziplinen an zwei, langen Tagen bestaunen.

Du bist ja ein sehr erfolgreicher Leichtathlet, Kreismeister, Regionsmeister, Hessischer Meister, gehst nun zu den DM und bist auch noch für den Verbändewettkampf vom HLV nominiert.Wie sind Deine Ziele für die Zukunft in der Leichathletik, hast Du eine Vision, wie sieht die aus?

Julius: Mein Vision ist, einmal an Olympischen Spielen teilzunehmen, in ein Stadion mit 90.000 Zuschauern, mit der Nationalmannschaft einzumarschieren und auch einmal Weltmeister zu werden, vielleicht sogar mit einem Weltrekord im 10-Kampf, so wie Ashton Eaton aus den USA, den ich ja persönlich in Marburg kennen gelernt hatte.

Außerdem wünsche ich mir, zusammen mit meinen Vereinskameraden aus dem LAZ Gießen, einmal eine Zehnkampfmannschaft, zusmmen mit Christopher, meinem Bruder Clemens zu stellen, so wie damals der Rouven, Adrian und Konny und wie sie das geschafft hatten, bei den Deutschen mit dieser Mannschaft eine Mannschaftsmedaille zu erringen.

Sag mal Julius, wie bereitest Du Dich auf so ein großes Ereignis, wie die DM vor? Du wirkst in den Wettkämpfen immer extrem angespannt, bist Du so angespannt oder bist Du extrem fokussiert und konzentriert. Spürst Du so etwas wie Wettkampfdruck?

Julius: Meine Trainer vom LAZ/TSG Lollar, erstellen Trainingspläne, die auf den Saisonhöhepunkt hin, zum Beispiel in Intensität, ausgerichtet sind. Es beginnt zum Beispiel im Lauftraining mit 60% Intensität und mündet dann kurz vor den Deutschen oder anderen Höhepunkten bei 100%. Unmittelbar vor den DM ist dann leichtes Trainig angesagt. Außerdem wird ganz gezieltes Techniktraining gemacht, bei mir zum Beispiel Hoch, oder Weit oder auch Hürdentraining. Die Trainer sehen ja wo die Defizite sind und reagieren dann im Training darauf und verbessern dann. Bei meinen Wettkämpfen wirke ich nicht nur extrem angespannt, ich bin es auch. Natürlich bin ich auch extrem fokusiert, zum Beispiel am Start oder beim Hochsprung, da musss einfach alles passen um die Topleistungen abrufen zu können. Ich spüre fast bei jedem Wettkampf einen Druck. Das merke ich daran, dass ich zum Frühstück fast garnichts essen kann und sehr nervös bin. Das legt sich aber dann auf dem Sportplatz, wenn ich dann in die Warmmachphase einsteige, ein wenig. Ich versuche mich dann auch mit Musik ein bisschen runter zu holen und abzulenken.

Hast Du schon ein Lebensmotto? Wenn ja, wie lautet es?

Julius: Ich habe kein Motto aber ich hatte ein nachhaltiges Erlebnis. Im letzten Jahr traf ich Ashton Eaton in Marburg, den weltbesten Zehnkämpfer und wir haben uns viel unterhalten, über USA und Training dort und den Zehnkampf und so.  Er hat mir gesagt "Ein 10-Kampf ist wie das Leben, nur im Zeitraffer, auf zwei Tage beschränkt. In diesen zwei Tagen durchlebt man alles, was sich im Leben abspielt. Höhen und Tiefen, Erfolge und Mißerfolge, Frust und Trauer und Freude, Sieg und Niederlage, Wut und Demut und Motivation und Demotivation" man durchläuft ein ganzes Leben in nur zwei Tagen und lernt enorm viel daraus für das Leben.

Würdest Du sonst noch etwas unseren (jungen) HLV News Lesern sagen wollen?

Julius: Ich möchte erstmal sagen, kommt alle zur Leichtathletik, etwas Schöneres und aufregenderes gibt es nicht. Den jungen Athleten/Innen möchte ich sagen, niemals aufgeben, egal wie schlecht es aussieht. Ich spreche aus Erfahrung, da ich sehr lange, immer wieder verletzt war und mich immer wieder heran gekämpft habe und als ich dann gerade wieder fit war, war schon wieder die nächste Verletzung da. Und wieder habe ich mich ran gekämpft und heute geht ein Traum für mich in Erfüllung, ich darf zu den Deutschen Meisterschaften, zusammen mit meinen Vereinskameraden.

So, lieber Julius, das war es schon, hab vielen Dank für dieses Interview, ich hoffe, es hat Dir genauso viel Spaß gemacht wie mir. Weiterhin viel Erfolg und vor allen Dingen Gesundheit.

Julius: Vielen Dank auch an Dich, lieber Clemens, dass Du 'Dir so viel Mühe mit den HLV News gibst, ich bekomme es ja hautnah mit, was Du Dir für Arbeit damit machst.

Das war Clemens Grau, im "Gespräch" mit Julius Grau. Demnächst folgt eine neue Interviewreihe mit weiteren Kreisverbandsathleten. Nun wünschen wir unseren Kreisathleten viel Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften.

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- Regionsmeisterschaften Blockwettkampf

- Kreis-Mehrkampfmeisterschaften U14-U12 und Linden Cup U10

- Kreismeisterschaften Senioren u. 800m

- Kinderleichtathletik Hallensportfest U8 U10 Beginn 09:30 h

- Regionsmeisterschaften Männer, Frauen, Jugend und Schüler/innen über die Langstrecken



Ergebnisse:

Updated: 19.05.2018

- Kreiseinzelmeisterschaften für Jugend U14 und Kinder U12

- Kreishallenmeisterschaften U12 bis U14 Hallensportfest U10 und U16

- Herbstmeeting

- Offene Senioren Kreismeisterschaften mit 800 m U14 und U12

- Kreis Einzelmeisterschaften U12 U14